Einkaufsberatung: Festplatte

Anschlussarten

Externe Festplatten

Ein PC kann nie genug Speicherplatz haben - egal wie groß die Festplatte des Rechners ist, nach kurzer Zeit wünscht man sich dringend eine größere Festplatte. Die einfachste Möglichkeit, den heimischen Computer mit zusätzlichem Festplattenspeicher zu versehen, sind die beliebten externen Festplatten. Die praktischen kleinen Festplatten werden einfach per USB, Firewire oder eSATA mit dem Computer verbunden und bieten ohne Treiberinstallation direkt nach dem Einstecken ihren vollen Funktionsumfang und damit viel zusätzlichen Speicherplatz. Allerdings gibt es viele unterschiedliche Modelle in verschiedenen Baugrößen, Formen und mit unterschiedlichen Anschlussmöglichkeiten.

Viele verschiedene Anschlussmöglichkeiten - welches ist der richtige Stecker?

Bei all den unterschiedlichen Anschlussmöglichkeiten verlieren Sie die Übersicht? Keine Sorge, wir erklären Ihnen, welchen Stecker ihre neue externe Festplatte haben sollte und mit welchem Modell Sie die besten Ergebnisse erzielen.

Wenn Sie einen Windows-PC (ab Windows 2000) nutzen und noch nicht über die moderne USB3.0-Schnittstelle verfügen, kommt für Sie eine externe Festplatte aus dem reichhaltigen Angebot der Festplatten mit USB2.0 in Frage. Selbst ältere Rechner mit USB1.1 können diese Festplatten nutzen, dann sinkt allerdings die Geschwindigkeit der Festplatte enorm. USB2.0 ist in fast allen Computern, die in den letzten 10 Jahren verkauft wurden integriert. Die maximale Geschwindigkeit einer per USB2.0 angeschlossenen Festplatte beträgt maximal 40 Megabyte pro Sekunde. Damit sind diese Festplatten ausreichend schnell, um Datensicherungen, Fotos, Videos oder Musik darauf auszulagern. Aufwendige Programmpakete sollten jedoch besser weiterhin auf der immer noch deutlich schnelleren internen Festplatte abgespeichert werden. Zum Vergleich: Eine im PC verbaute Festplatte erreicht bis zu 130 Megabyte pro Sekunde.

Den Flaschenhals USB2.0 umgehen die modernen USB3.0-Festplatten, diese sind fast so schnell wie interne Modelle. Einen solchen Anschluss bieten allerdings nur sehr neue Computer, USB3.0 ist aber abwärts kompatibel. So lassen sich die neuen externen Festplatten auch an USB2.0 anschließen, allerdings ohne die Geschwindigkeitsvorteile von USB3.0.

Applenutzer mit einem Mac sollten zu Firewire greifen - Die Geschwindigkeit liegt über USB2.0 aber unter USB3.0.

Bauformen

Für welchen Einsatzzweck eignet sich welche Festplatte? 2,5 Zoll oder 3,5 Zoll?

Je nach Einsatzzweck bieten sich unterschiedliche Bauformen bei der externen Festplatte an. Zur Verfügung stehen Festplatten mit 3,5 Zoll (entspricht einer normalen Desktop-Festplatte), 2,5 Zoll (entspricht einer Notebook-Festplatte) und schmalen 1,8 Zoll. Wenn Sie die externe Festplatte für den stationären Einsatz am heimischen PC vorgesehen haben, sollte Ihre Wahl auf ein Modell mit 3,5 Zoll Baugröße fallen. Diese Festplatten sind schneller als die kleineren Modelle, weshalb sich die Arbeit mit ihnen als etwas angenehmer gestaltet. Zudem bekommen Sie bei einer Festplatte mit 3,5 Zoll Baugröße den meisten Speicherplatz für Ihr Geld. 3,5 Zoll Festplatten benötigen allerdings mehr Energie als die kleineren Festplatten, so dass diese Geräte fast immer mit einem externen Netzteil ausgestattet sind. Die Mobilität ist daher etwas eingeschränkt.

Die schmaleren externen Festplatten mit 2,5 Zoll Baugröße nutzen Festplatten aus dem Notebookbereich. Diese Festplatten sind zwar etwas langsamer als die größeren Modelle, dafür sind sie mobiler. 2,5 Zoll Festplatten benötigen kein externes Netzteil, allerdings werden viele dieser Festplatten mit einem USB Y-Kabel ausgeliefert. Einige Computer erbringen am USB-Port leider nicht genug Energie um eine 2,5 Zoll Festplatte betreiben zu können, daher wird mittels des Y-Kabels die Energie eines zweiten Ports zusätzlich genutzt.

Nur einen USB-Anschluss und noch weniger Größe bringen die schmalen 1,8 Zoll Festplatten mit. Die Mobilität geht allerdings auf Kosten der Geschwindigkeit und des Preises des Festplatte.

Netzspeicher

NAS-Festplatten oder Netzwerkspeicher werden ins heimische Netzwerk eingebunden.

Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich die Netzwerkspeicher, auch NAS genannt. Dabei findet die Festplatte ihren Anschluss nicht wie gewohnt per USB, sie wird stattdessen via LAN oder sogar WLAN mit dem Rechner verbunden. Die Festplatte wird dann einfach an den DSL-Router oder einen Netzwerkswitch angeschlossen und liefert fortan ihre Daten an jeden Rechner im heimischen Netzwerk. Bei WLAN-Routern eben auch kabellos.

Fotos, Videos und Musik sowie alle wichtige Dokumente lassen sich so bequem zentral abspeichern. Jeder im heimischen Netzwerk verbundene Computer kann nun auf diese Daten zugreifen. Dabei ist auch das Betriebssystem des Rechners unerheblich, es muss nur eine Verbindung ins Netzwerk bestehen. Einzelne Ordner oder Partitionen der Festplatte lassen sich zudem mit Passwörtern sichern und nur für bestimmte Nutzer freigeben. So ist es auch möglich, wichtige Dokumente so zu markieren, dass diese Dateien nur gelesen aber nicht versehentlich überschrieben werden können.

Zudem eignen sich viele Netzwerkfestplatten auch als Medienzuspieler für moderne Fernseher oder Mediaplayer. Dabei bleiben Filme, Musik oder Fotos auf der externen Festplatte gespeichert und der Medienplayer holt sich die Daten über das Netzwerk von der Festplatte. Natürlich funktioniert das auch mit den aktuellen Spielekonsolen von Microsoft und Sony, der auf diesen mit nur sehr kleinen Festplatten ausgestatteten Konsolen nur begrenzt vorhandene Speicherplatz muss also nicht mehr für Filme verschwendet werden.

Sonderlösungen

Exotischere externe Festplatten nutzen eSATA oder lassen sich mit dem TV verbinden

Einige Rechner verfügen neben den allgegenwärtigen USB2.0-Ports über eher ungewohnt aussehende eSATA-Anschlüsse. Dabei handelt es sich um die im Inneren des Computers genutzten SATA-Stecker, die mit einem speziellen Anschlussstecker nach draußen geleitet wurden. Vorteil gegenüber USB2.0: Die Geschwindigkeit einer per eSATA verbundenen externen Festplatte ist deutlich höher und erreicht sogar die Datenraten intern verbundener Festplatten. Auch Notebooks nutzen in vielen Fällen einen solchen eSATA-Port, oft ist dieser kombiniert mit einem USB-Anschluss untergebracht. Über die Kontakte des USB-Teils können externe Festplatten so auch Strom bekommen, normalerweise überträgt eSATA keine Energie, sondern nur Daten. Da mittlerweile USB3.0 in den PC Einzug erhält, wird eSATA aber auch in Zukunft nur eine Nische für exotische Festplatten sein.

Interessant für mobile Filmfreunde sind hingegen externe Festplatten mit integriertem Mediaplayer. Diese Festplatten lassen sich wie gewohnt per USB2.0 am PC anschließen und dort auch mit Daten füllen. Speichern Sie allerdings Fotos, Videos oder Musik auf der Festplatte, können Sie diese Dateien auch am Fernseher wieder abspielen. Externe Festplatten mit Mediaplayer-Funktionen bieten für diesen Zweck Videoausgänge, oft kommt HDMI zum Einsatz. Eine kleine Fernbedienung gehört natürlich auch zum Lieferumfang. Sie können so also ihre Filmsammlung oder die Fotos des letzten Urlaubes bequem auf der Festplatte zu Freunden und Verwandten transportieren und die Dateien dort problemlos direkt am Fernsehgerät wiedergeben zu können.