Einkaufsberatung: Kochfelder

Das Kochfeld - Herz der Küche

Wer seine Küche neu einrichtet, weiß: Fast nichts ist so wichtig - und wird so leidenschaftlich diskutiert - wie die Art und Funktionsweise des Kochherdes, insbesondere der Kochplatte. Auch wenn die klassische elektrische Kochplatte bei Neuanschaffungen ausgedient hat, bleibt uns immer noch die Qual der Wahl: Gas oder Elektro? Ceranfeld mit oder ohne Induktion? Im Folgenden werden verschiedene Formen der Kochplatte für ehrgeizige Hobbyköche, Convenience-Freaks und ganz "normale" Tag-für-Tag-Köchinnen und -köche näher in Augenschein genommen: Worauf kommt es an beim Kauf? Welche Kochplatte für welche Bedürfnisse?

Gaskochfelder

GaskochfeldEin Gaskochfeld ist stets die erste Wahl bei professionellen Köchen. Dadurch dass die Gasflamme unter dem Topf stets sichtbar bleibt und unmittelbar und verzögerungsfrei geregelt werden kann, ist  Kochen mit höchster Präzision möglich und bietet auch ambitionierten Hobbyköchen totale Temperaturkontrolle für schwierigste Kreationen. Während ein Gaskochfeld also bei der Handhabung die Nase gegenüber all seinen Konkurrenten vorn hat, gibt es Minuspunkte in puncto Betrieb. Denn für ein Gaskochfeld benötigt man natürlich einen Gasanschluss. Ist dieser nicht vorhanden, muss er entweder teuer gelegt werden, oder man betreibt das Kochfeld über eine Gasflasche. Diese muss dann allerdings in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden. Es ist sicherlich kein allzu großer Aufwand alle paar Monate die Gasflasche auszutauschen, nichtsdestotrotz handelt es sich dabei um Aufwand, der bei elektrischen Kochfeldern wegfällt.

Kochfelder aus Gusseisen

Kochfeld aus GusseisenDie klassische elektronische Kochplatte aus Gusseisen ist das Evergreen in der Küche. Erhältlich seit Jahrzehnten und einfach nicht totzukriegen, bietet sie Erwärmung der Töpfe durch Heizelemente im Inneren der Platten. Kochplatten aus Gusseisen sind günstig in der Anschaffung aber haben gegenüber moderneren Arten von Kochplatten eine Menge Nachteile. In der Praxis ist der gravierendste davon sicherlich, dass die Kochplatten nur sehr langsam auf Eingaben des Benutzers reagieren. Schon wenn man eine höhere Temperatur einstellen möchte, muss man sich gedulden. Besonders aber wenn man die Temperatur senken muss, ist das Warten auf die Reaktion der Platten sehr unpraktisch, weil dem unachtsamen Koch durch die Verzögerung leicht das ganze Essen verbrennen kann. Ein weiterer Nachteil ist, dass sich gusseiserne Kochplatten im Vergleich zu ihren Alternativen schlecht reinigen lassen.

Glaskeramikfelder

Elektronisch
Glaskeramikfeld
Technisch ähnlich wie gusseiserne Kochfelder jedoch optisch grundverschieden sind Glaskeramikfelder („Ceranfelder“). Sie arbeiten ebenfalls über Heizelemente, die aber anders als bei ihren gusseisernen Vorgängern unter einer dunklen, durchgehenden Oberfläche aus Glaskeramik verborgen sind. Die Kochfelder sind optisch markiert und bieten zumeist unterschiedliche Topfgrößen und Leistungsstufen. Im Betrieb glühen sie grell rot, wodurch der Benutzer vor Verbrennungsgefahr gewarnt wird. Glaskeramikfelder sind nicht nur optisch schön anzuschauen, sondern lassen sich durch ihre durchgehende Oberfläche auch sehr viel einfacher reinigen als gusseiserne Kochstellen.

Induktionsfelder
Ein Induktionsfeld ist ein Kochfeld (meist aus Glaskeramik), bei dem Wärme nicht direkt im Kochfeld erzeugt wird. Stattdessen bildet die Elektronik des Kochfeldes ein elektromagnetisches Wechselfeld, das auf das Kochgeschirr übertragen wird und sich dort in Wärme umwandelt. Dies hat den großen Vorteil, dass das Kochfeld an sich sehr kühl bleibt. Entfernt man den Topf, ist das Magnetfeld unterbrochen, und das Kochfeld ist innerhalb von wenigen Sekunden so abgekühlt, dass keinerlei Verbrennungsgefahr mehr besteht. Dies ist besonders für Haushalte mit kleinen Kindern sehr interessant. Ein Nachteil von Induktionsfeldern ist jedoch, dass zum Erhitzen Kochgeschirr mit ferromagentischem Boden erforderlich ist. Das schließt eine Benutzung von Kupfer- und Aluminiumtöpfen sowie jeglichem Keramik- oder Glasgeschirr aus.

Halogenkochzonen
Glaskeramikfelder können außer mittels elektrische Heizelementen oder Induktion auch mit  Infrarotstrahlung erwärmen. Ist das Kochfeld mit dieser Technik ausgestattet, spricht man von einer Halogenkochzone. Anders als bei einem Induktionsfeld benötigt man zur Benutzung einer Halogenkochzone kein spezielles Kochgeschirr und Infrarotstrahlung gilt zudem als verträglicher als Magnetstrahlung, die in Induktionsfeldern zum Einsatz kommt. Allerdings wird die hohe Verlustleistung von Halogenkochzonen kritisiert, da im Verhältnis zur aufgebrachten Energie nur wenig Wärme im Kochgut ankommt. Außerdem sind Halogenkochzonen noch sehr teuer in der Anschaffung, da sie die neueste Innovation im Bereich der Kochfelder darstellen.