Einkaufsberatung: Kühlschrank

Geschichte

Kauftipps: So finden Sie den richtigen Kühlschrank

Einbaukühlschrank oder Kühl-Gefrier-Kombi? Billiggerät oder Markenkühlschrank? Aufgrund der großen Auswahl an Kühlschränken im Fachhandel fällt die Entscheidung für das passende Modell gar nicht so einfach. Wir informieren Sie über die verschiedenen Bauweisen für Kühlschränke und ihre Einsatzbereiche im Haushalt. Der Kühlschrank ist permanent in Betrieb und sollte daher auch unter dem Aspekt des Energiesparens sorgfältig ausgewählt werden. Im Kühlschrank lagern sensible Lebensmittel für den Verzehr: Wir geben Ihnen nützliche Tipps für die effektive Reinigung Ihres Kühlschranks.

Der Kühlschrank gestern und heute

Kühlschränke sind moderne Haushaltsgeräte für die Kühlung von Lebensmitteln. Ein Kühlschrank bietet Platz für Lebensmittel aller Art, die im Kühlgerät bei etwa zwei bis acht Grad gelagert werden. In früheren Zeiten konnten die Menschen ihre verderblichen Nahrungsmittel allerdings nicht einfach in den Kühlschrank legen: Eis aus kalten Regionen wurde zur Lagerung von Essen in sogenannten Eiskellern verwendet. Im Jahr 1834 kam dann der erste Kühlschrank mit Luftkompressionstechnik auf den Markt. Als Haushaltsgerät setzte sich der Kühlschrank dann aber erst in den 20er Jahren durch, nachdem das ätzende Ammoniak als Betriebsmittel durch andere, schonende Chemikalien ersetzt werden konnte. In den USA legte sich in den Folgejahren jeder zweite Haushalt einen modernen Kühlschrank zu.

Der Kühlschrank wurde jahrelang mit Fluorchlorkohlenwasserstoff als modernem Ersatz für Ammoniak und Schwefeldioxid betrieben. Erst später wird die umweltschädliche Wirkung von Fluorchlorkohlenwasserstoff – kurz FCKW – entdeckt. Seit Anfang der 90er Jahre gibt es FCKW-freie Kühlschränke. Heute haben sich Kühlschränke mit brennbaren Kältemitteln wie Butan oder Propan etabliert. Diese modernen Kühlschränke haben keine Auswirkung mehr auf den Treibhauseffekt. Bis in die 50er Jahre verwenden viele Haushalte auch noch den klassischen Eisschrank, der mit Eis gekühlt wurde. Aus dieser Zeit stammt auch die Bezeichnung Eisschrank, die bis heute für Kühlschränke Verwendung findet. Moderne Kühlschränke präsentieren sich heute als unverzichtbare Helfer im Haushalt, die mit zahlreichen Zusatzfunktionen ausgestattet sind.

Gerätetypen

Die verschiedenen Kühlschränke

Man unterscheidet Kühlschränke in Stand-, Einbau- und Unterbaugeräte. Ein Kühlschrank als Standgerät kann dabei eigenständig an jedem geeigneten Platz aufgestellt werden. Der frei stehende Kühlschrank wird nicht in die Einbauküche integriert und ist besonders als amerikanischer Kühlschrank oder Designerstück beliebt. Bei einem Einbaukühlschrank handelt es sich hingegen um einen Kühlschrank, der vollständig mit der Einbauküche verbaut wird. Hierzu werden von den Küchenmöbelherstellern spezielle Umbauschränke für den Kühlschrank angeboten. Passende Dekorplatten sind auch als Abdeckung für die Tür des Einbaukühlschranks erhältlich, sodass das Gerät auch optisch in die Küchenzeile integriert wird. Ein Unterbaukühlschrank findet ähnlich wie ein Geschirrspüler unterhalb der Küchenarbeitsplatte seinen Platz. Kleine Unterbaukühlschränke sind vornehmlich für kleine Single-Küchen geeignet.

Moderne Kühlschränke funktionieren ähnlich wie eine Wärmepumpe. Die Wärme wird aus dem Inneren des Schranks entzogen und in den Außenbereich abgegeben. Der Kompressorkühlschrank arbeitet mit einem Kältemittel in Gasform, das mithilfe eines Kompressors verdichtet wird.

Als Kühl- und Gefrier-Kombi bündeln moderne Kühlschränke die Funktionen zweier Geräte. Eine Kühl- und Gefrierkombination besteht aus einem Kühlschrank mit integrierter Tiefkühltruhe. Kleine Kombis verfügen meist nur über ein separates Kühlfach, während in herkömmlichen Standgeräten eine komplette Tiefkühltruhe mit eigener Tür integriert ist. Moderne Kühlschränke sind heute vergleichbar preiswert erhältlich und werden von zahlreichen Markenherstellern angeboten. Neue Kombis und Kühlschränke sind in großen Elektronikfachmärkten, Versandhauskatalogen und in vielen Internetshops erhältlich.

Tiefkühltruhe

Lebensmittel einfrieren

Viele Haushalte nutzen den Kühlschrank und die Tiefkühltruhe bis heute als Einzelgeräte. Bis zur Einführung platzsparender Kühl-Gefrier-Kombis lagerten die Tiefkühlvorräte meist in einer separaten Tiefkühltruhe. Die Funktionsweise einer Tiefkühltruhe unterscheidet sich nicht wesentlich von der eines Kühlschranks – ihre Temperatur beträgt allerdings mindestens 18 Grad Minus. Für eine langfristige Lagerung von gefrorenen Lebensmitteln ist ein Temperaturbereich von mindestens minus 18 Grad erforderlich. Diese Gefrierfächer sind mit drei und vier Sternen gekennzeichnet. Beachten Sie beim Einfrieren von Lebensmitteln, dass ein Gefrierfach nicht automatisch einer Tiefkühltruhe entspricht. Ein Gefrierfach mit zwei Sternen eignet sich nur zur mittelfristigen Lagerung bis zu zwei Wochen. Das Gefrierfach wird auch als Eisfach bezeichnet.

Eine separate Tiefkühltruhe ist in der Regel dann empfehlenswert, wenn Sie häufig Lebensmittel in großen Mengen einfrieren. Dies trifft beispielsweise auf Selbsterzeuger zu. Eine einzelne Tiefkühltruhe benötigt natürlich auch Platz und verbraucht zusätzlich Strom. Sie haben allerdings die Möglichkeit, die Tiefkühltruhe in einem separaten Raum aufzustellen. Achten Sie beim Kauf einer Tiefkühltruhe in jedem Fall auf ein Gerät der Energieeffizienzklasse A und mit integrierter Energiesparfunktion. Die Tiefkühltruhe lässt sich in einen Energiesparmodus versetzen, wenn sie nicht regelmäßig geöffnet wird. Wenn Sie viele Lebensmittel einfrieren und beispielsweise Ihren Einbaukühlschrank nicht tauschen können, bietet sich die Tiefkühltruhe auch als flexibles Zusatzgerät an. Für die meisten Haushalte mit normalem Verbrauch ist jedoch eine Kühl-Gefrier-Kombi völlig ausreichend.

Energiesparen

So spart Ihr Kühlschrank Energie

Der Kühlschrank steht auf der Liste der Stromfresser im Haushalt ganz weit oben. Grund: Der Kühlschrank läuft im Dauerbetrieb. Ein älterer Kühlschrank bringt es so auf einen Anteil von bis zu 20 Prozent an den gesamten Stromkosten. Auch eine alte Tiefkühltruhe kurbelt den Stromverbrauch im Haushalt an. Der Kauf eines energiesparenden, modernen Kühlschranks lohnt sich in jedem Fall, um die Stromkosten zu senken und frischen Wind in die betagte Küche zu bringen. Längst sind Küchen nämlich auch zum optischen Highlight in der Wohnung avanciert, in die alte Stromfresser einfach nicht mehr hineinpassen.

Achten Sie beim Kauf Ihres Kühlschranks auf die Energieeffizienzklasse. Die Klasse A ist am sparsamsten. Innerhalb der Energieklasse A gibt es aber auch Unterschiede von A bis zu A+++. Ein Kühlschrank der Klasse A+++ spart gegenüber einem Gerät der Klasse A nochmals 60 Prozent Strom. Das klingt im ersten Moment zwar viel, ist aber auch mit deutlich höheren Anschaffungskosten verbunden. Hochwertige Markengeräte der Energieeffizienzklasse A+ oder A++ sind hier ein bezahlbarer und energiesparender Kompromiss.

Wählen Sie einen Kühlschrank, dessen Größe zu Ihnen passt. Für einen Single, der ganz selten kocht, ist damit auch ein kleiner Unterbaukühlschrank ausreichend. Für zwei Personen kalkuliert man einen Nutzinhalt von 120 bis 140 Litern. Für drei Personen ist ein Kühlschrank mit einem Fassungsvermögen von rund 200 Litern optimal.

Haushaltstipps

Nützliche Tipps für Kühlschrank und Tiefkühltruhe

Ihren Kühlschrank können Sie flexibel in der Küche aufstellen. Ein Standgerät wandert heute auch gern mal von der offenen Küche ins Wohnzimmer. Besonders gefragt sind trendige Designmodelle aus Edelstahl, amerikanische Kühlschränke mit Eisfunktion und Doppeltür oder französische Modelle mit Gefrier-Schublade. Achten Sie aber darauf, den Kühlschrank an einem möglichst dunklen und kühlen Fleck aufzustellen: je kühler die Umgebung, desto sparsamer der Kühlschrank. Trotz Isolation sollte der Kühlschrank nicht direkt neben dem Herd oder gar vor einer Heizung aufgestellt werden. Die Kühltemperatur lässt sich beim Kühlschrank individuell einstellen und beträgt optimal rund fünf Grad. Warme Speisen gehören nicht in den Kühlschrank oder Tiefkühlschrank – man lässt sie erst erkalten. Öffnen und schließen Sie den Kühlschrank auch nicht unnötig. Sparen Sie auch Energie, indem Sie Ihren Kühlschrank regelmäßig abtauen. Umso dicker die Eisschicht, desto höher der Stromverbrauch.

In vielen Kühlschränken haben sich ganze Bakterienkulturen angesammelt. Tests haben ergeben, dass sich die Kühlschränke nur in drei von zehn Haushalten in einem ausreichend hygienischen Zustand befinden. Reinigen Sie Ihren Kühlschrank am besten regelmäßig mit Reinigern oder Seifenwasser. Empfehlenswert ist mindestens eine gründliche Reinigung pro Monat. Achten Sie insbesondere auch auf die Hygiene im Gemüsefach, da sich dort leicht Dreck wie Erde von Wurzelgemüse ansammelt. Lagern Sie sensible Lebensmittel wie Fleisch immer separat im Kühlschrank und misten Sie alles aus, was nicht mehr gegessen wird.