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Scanner Kaufberatung
Ein Scanner ist ein Peripheriegerät, das Ihnen ermöglicht, Dokumente zu digitalisieren.
Einige Scanner sind in der Lage, jede Art von Dokument zu digitalisieren, andere sind nur für bestimmte Formate geschaffen -
es gibt für jeden Gebrauch das richtige Gerät.
Mit dieser Kaufberatung wollen wir Ihnen die Wahl erleichtern und die wichtigsten Unterschiede der vielen Scanner und
Scannerarten erläutern.
Nutzertypen
Anfänger
Wenn Sie Ihren Scanner lediglich für Grafik- oder Textdokumente - egal ob schwarz-weiß oder farbig -
verwenden wollen, sollte ein Flachbettscanner mit einer Auflösung von 600 dpi (Dots per Inch) genügen.
Diese Auflösung ist absolut ausreichend für die Darstellung am Computer und für normale Ausdrucke. Abhängig
von den Dokumenten, die Sie scannen wollen, können Sie alternativ auch über einen Scanner mit
Einzelblatteinzug nachdenken.
Fortgeschrittene
Wenn Sie einen Scanner für unterschiedliche Dokumente und auch für Fotografien suchen, ist ein Flachbettscanner
die richtige Wahl. Diese Geräte existieren in den unterschiedlichsten Versionen und variieren in Design und Ergonomie.
Für eine detailgetreue und präzise Wiedergabe von Fotografien benötigen Sie ein Modell mit einem Minimum von
24 Bit Farbtiefe.
Experten
Sie wollen ein Gerät, das die kleinsten Details Ihrer Dokumente erfasst oder Negative digitalisieren kann? Welche
Wünsche Sie auch immer haben, die meisten Top-Modelle werden Ihre Bedürfnisse erfüllen. Es gibt Geräte für
DIN A3-Formate,
andere mit einer Ausstattung für transparente Materialien und
wieder andere, die mit einer professionellen Bildbearbeitungssoftware ausgestattet sind.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Scannertypen
Das wichtigste Differenzierungsmerkmal aller Scanner - unabhängig von irgendwelchen technischen Überlegungen -
ist die Art von Dokument, die ein Gerät einscannen kann.
Scanner mit Einzelblatteinzug
Ein solches Gerät ist in der Lage, Blatt für Blatt zu digitalisieren. Es reicht aus, wenn Sie Ihr Dokument in
den Einzug legen, um es wenig später auf Ihrem Computer bearbeiten zu können.
Scanner mit Einzelblatteinzug sind
sehr kompakt, allerdings sind Sie bei der Verwendung eingeschränkt. Tatsache ist, dass es imer weniger dieser Geräte
im Angebot gibt.
Flachbettscanner
All-in-one-Geräte mit einfarbigen Druckern
haben zwar integrierte Farbscanner, können aber nur schwarz-weiß
drucken. Die meisten Tintenstrahldrucker sind in der Lage, farbig und schwarz-weiß zu drucken,
allerdings gibt es einige billige Geräte, die nicht beides gleichzeitig können. Wenn Sie ein Dokument drucken möchten, das Text und
farbige Bilder enthält, benötigen Sie einen Tintenstrahldrucker mit vier Farben.
Filmscanner
Filmscanner eignen sich überwiegend für eine professionelle Verwendung. Diese Scanner
sind auf das Digitalisieren
von Negativen oder APS (Advanced Photo System) spezialisiert. Sie erreichen mit diesen Scannern sehr hohe Auflösungen
mit einer exzellenten Qualität, allerdings sind die Einsatzmöglichkeiten sehr eingeschränkt.
Darüber hinaus gibt es auch andere Arten von Scannern, die noch spezialisierter sind, wie zum Beispiel
Visitenkarten-,
Barcode- oder sogar Pen-Scanner, mit dem Sie einzelne Textzeilen einscannen können.
Farbtiefe
Die Farbtiefe wird in Bit gemessen und gibt an, welche Farbabstufungen ein Scanner dissoziieren kann. Je höher
die Zahl, desto besser werden Farbabstufungen wiedergegeben und desto detailgetreuer wird Ihr Dokument dargestellt.
Ein Scanner mit einer Farbtiefe von:
- 10 Bit kann 1.024 Farben unterscheiden
- 24 Bit kann 16,7 Millionen Farben unterscheiden
- 42 Bit kann 440 Milliarden Farben unterscheiden
Beim Kauf eines Scanners sollten Sie darauf achten, dass dieser mindestens eine Farbtiefe von 24 Bit hat. Mittlerweile gibt
es Geräte mit 48 Bit-Farbtiefe.
Optische Auflösung in dpi (dots per inch)
Die optische Auflösung gibt die Anzahl an Punkten an, die ein Scanner pro Qudrat-Inch (1 inch = 2,54 cm)
unterscheiden kann. Achten Sie darauf, dass der Scanner, für den Sie sich entscheiden, mit einem Minimum
von 600 dpi arbeitet.
Schnittstellen
Die meisten Scanner unterstützen heutzutage die verschiedensten Schnittstellen, manchmal sogar simultane
Schnittstellen. Natürlich müssen Sie darauf achten, dass Ihr Computer über einen entsprechenden Anschluss verfügt.
Parallel-Anschluss
Jahrelang waren Parallel-Anschlüsse die am weitesten verbreitete Schnittstelle bei Druckern und Scannern.
Mittlerweile sind sie aber nur noch sehr selten zu finden.
USB (Universal Serial Bus)
Wie die meisten aktuellen Peripheriegeräte, können Sie einen Scanner über einen
USB-Port mit Ihrem Computer
verbinden. Der Vorteil dieser Anschlüsse liegt darin, dass sie sehr schnell sind, einfach anzuschließen und sowohl
mit einem PC als auch mit einem Mac verwendbar sind. Einige Scanner können sogar über den USB-Anschluss ihren Strom
beziehen.
SCSI (Small Computer System Device)
Diese Anschlüsse finden Sie überwiegend bei professionellen Computern und Workstations.
SCSI-Schnittstellen
verbrauchen am wenigsten Prozessorressourcen. Allerdings sind Scanner mit dieser Schnittstelle selten und eher bei
hochpreisigen Modellen zu finden.
Die Software
Softwareprogramme, die zusammen mit dem Gerät geliefert werden, können in zwei Kategorien eingeteilt werden:
Bildbearbeitungsprogramme
Die enthaltenen Programme sind überwiegend abgespeckte Versionen der kommerziellen Varianten, die bis zu mehreren
hundert Euro kosten können. Für einfache Arbeiten erfüllen sie ihren Zweck, wollen Sie Ihre Dokumente und Bilder
jedoch professionell bearbeiten, sind Sie mit diesen Softwareversionen eingeschränkt.
Optische Zeichenerkennung
Optische Zeichenerkennung, auch OCR genannt, ist ein wesentlicher Vorteil von Scannern.
Mit Hilfe dieser
Software kann ein Scanner ein "Textbild" lesen und in ein klassisches Textdokument umwandeln, während das Seitenlyout,
Bilder und Illustrationen des Originaldokuments beibehalten werden. Heutzutage erreicht die Erkennungsrate
annähernd 100% und nur manchmal müssen Sie kleine Korrekturen per Hand vornehmen.